Presse-Information
30-09-2002

Der Wettergott fuhr mit
„wave“: David und Goliath auf friedlicher Plauschfahrt
Sternstunden der Mobilität
Vergangenheit und Zukunft der Mobilität auf zeitgleichen Veranstaltungen
Die Mobilität ist tot - es lebe die Mobilität


Als am Samstag und Sonntag, dem 21. und 22. September 2002 am 3. Klausenrennen-Memorial gemäss Presseberichten rund 350 alte, auf Höchstgeschwindigkeit getrimmte PS-Boliden bereits zum dritten Mal lautstark zurück in die Vergangenheit rasten, machte sich im eher flachen Einzugsgebiet von Zürich eine kleine Schar von knapp 35 Unentwegten unter dem Motto „wave“ - wonderful advanced vehicle event - ebenso friedlich wie geräuscharm auf den Weg in die schwierige Zukunft der Mobilität.

Und während zu dem fragwürdigen Nostalgie-Spektakel am Klausen (Kostenpunkt gut zwei Millionen Franken ohne Folgekosten) etwa 30‘000 „Schlachten-Bummler“ vorwiegend in schwer gepanzerten Bombenfahrzeugen weiträumig herbeigeschossen waren, begleitete die entspannte Tour der friedlichen "Gegendemonstranten" (Kostenpunkt ca. 0,35% des Klausen-Spektakels) nur wenige, nicht selten ebenso verblüfft wie bewegt winkende Zufallspassanten.

Die unzeitgemässe Diskrepanz hatte sich bereits in den Medien angekündigt: Im herbstlichen Blätterwald der Schweiz war trotz professioneller Pressemappe an zehn auflagenstarke Publikationen über „wave“ praktisch nichts zu finden, während das Klausen-Rennen in konzertierter Aktion von der geballten Medienmacht über Tage hochgejubelt und auch mit reichlich Nachschusslorbeeren bedacht wurde. Als Feigenblatt hatte man sich am Klausen immerhin die Finanzierung von Kompensationsprojekten umgehängt, nach Art des vor Jahren protokollierten Freihandels mit CO2-Aktien an der globalen Umwelt-Crash-Börse.

Die engagierten, wenn auch einmal mehr ernüchterten Teilnehmer der ersten „wave“-Tour und ihre ungebrochen fröhliche Fan-Gemeinde wurden dann immerhin mit trockenem und warmem Wetter belohnt, während es am Klausen mit entsprechender Kälte ordentlich geregnet haben soll. Mutter Natur hatte den seit Tagen schon für Samstag angekündigten Schlechtwettereinbruch und Temperatursturz mit Rücksicht auf ihre unbeirrbaren Sympathisanten offenbar im Flachland bewusst auf Montag verschoben.

Auch sonst verlief das „wave“-Ereignis, das als erste PR- und Plauschfahrt mit sanften, zukunftsorientierten Strassenfahrzeugen von Swissmove aus Anlass von „Zürich multimobil“ organisiert worden war, ohne besondere Komplikationen. Der Aktionstag „Zürich multimobil“ ist gemäss Tages-Anzeiger Teil einer weltweiten Verschwörung, die am 22. September 1999 in Frankreich begonnen hat, und die jeweils unter dem Motto steht „In die Stadt - ohne mein Auto“. Dieses Jahr machten allein in Europa bereits rund 1200 Städte mit, in der Schweiz unter anderem Bern, Basel, Lausanne und Genf, und im Kanton Zürich über 20 Gemeinden. Die Stadt Zürich war zum zweiten Mal dabei.

Die Welle der „wave“-Fahrzeuge wurde dieses Jahr ganz bescheiden eingeleitet von einem wettergeschützten Scooterbike aus dem reinen HPV-(Human Powered Vehicle)-Segment, d.h. einem "David ohne Schleuder", der möglicherweise eine Revolution im Fahrradbereich angekündigt hat. Das Scooterbike war dicht gefolgt von einem ebenso exklusiven "Allwetter-E-Bike", einem AHPV (Assisted Human Powered Vehicle) auf der Basis eines ebenso flexiblen wie sensiblen Hybridsystems zwischen Mensch und Maschine, d.h. einem "David mit raffinierter kleiner Schleuder". Im klassisch komfortablen Mittelfeld der gediegen motorisierten umweltfreundlichen Personenwagen bewegten sich verschiedene Hybridfahrzeuge der Luxusklasse vom Fiat Multipla “Bipower“ (Gas/Benzin) über den Toyota Prius „Ecomotion“ (Benzin/Elektro) bis hin zum Volvo V70 „Bi-Fuel“ (Gas/Benzin). Die Nachhut übernahm als "äusserst rücksichtsvoller Goliath" ein Kompogas-LKW „Peterbuilt 379“. Das Altersspektrum der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war ebenfalls komplett vertreten, vom zarten Jugendalter bis weit über die AHV-Grenze hinaus.

Zwar musste das stärkere und sportlichere der beiden "Allwetter-E-Bikes" infolge Erkrankung seiner jungen Fahrerin auf dem Anhänger des Begleitfahrzeugs bleiben, dem etwas schwächeren und langsameren fiel es aber trotz Anhänger mit lebendem Inhalt auch alleine nicht schwer nachzuweisen, dass „es funktioniert": Die 102,6 Kilometer der umweltbewussten Vergnügungs- und Demofahrt wurden trotz drei bösen Steigungen ohne die geringsten Probleme teilweise sogar unter den Zeitvorgaben zwischen den einzelnen Halte- und Ausstellungspunkten absolviert. Für Liebhaber von Geschwindigkeitsräuschen sei hier nur beiläufig erwähnt, dass das bescheidene Gefährt mit Anhänger selbst bei einem Extremtest von 50 km/h bergab in Kurven noch einwandfrei die Spur hielt und problemlos zu steuern war.

Als weitgehend wettergeschützte, vergleichsweise komfortable, multifunktionale, kostengünstige, ebenso umweltfreundliche wie gesundheitsfördernde Fahrzeuge verfolgen die "Allwetter-E-Bikes" das Ziel, einen guten Teil des motorisierten berufs-, einkaufs- und freizeitbedingten Individualverkehrs zu übernehmen. Ironie des pfiffigen Produktkonzeptes, das bei den unbequemen Velo-Pelerinen und beim nicht immer erwünschten Strampeln auf dem normalen Fahrrad ansetzt: Es kann die besonders kritischen Bereiche des motorisierten Individualverkehrs nicht nur sinnvoll entlasten, es kann sie auch noch zu faszinierenden Lifestyle- und Wellness-Erlebnissen machen.

Netter Zwischenfall am Rande der Ereignisse: Im renommierten englischen Fahrrad-Magazin „Velo Vision“ war in der September-Ausgabe unter dem Titel „Riding rain or shine“ in einer kleinen Notiz mit Bild erstmals über das neuartige "Allwettervelo/Allwetter-E-Bike" aus Zug/Switzerland berichtet worden, was umgehend einen Anruf aus London ausgelöst hatte, um diese - wie man sagte - für den urbanen Massenverkehr geniale Mobilitätslösung noch schnell zum autofreien Städtetag am 22. September nach dort zu bekommen. Es standen aber erst zwei Funktionsprototypen zur Verfügung, die bereits für Zürich verplant waren. Andernfalls hätte sich Zug - und damit ganz Switzerland - über "www.agotob.com" erfrischend positiv unter die Weltstädte London, Berlin, San Francisco, Sidney, Shanghai und Tokyo einreihen können.

Für die Realisierung einer bescheidenen Nullserie von 10 "Allwetter-E-Bikes" als Meilenstein auf dem Wege dieses auf Testfahrten immer wieder mit grosser Begeisterung begleiteten Mobilitätsprojektes werden noch Sponsoren bzw. Investoren gesucht.

Weitere Einzelheiten + Bildmaterial (bitte mit Quellenangabe) unter: www.1plus-x.com

 

Beleg erwünscht an: Wilfried Maret / Marken- & Produktentwicklung / Bleichimattweg 5 / CH-6300 Zug          © 2002


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